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Tauchboote

Die Erforschung der tiefsten Orte der Welt wäre ohne Tauchboote nicht möglich, die in den 1950er Jahren erfunden und in den letzten Jahren drastisch weiterentwickelt wurden. Es gibt sie in vielen verschiedenen Größen und Formen, und sie werden für unterschiedliche Zwecke verwendet. Heutzutage unterscheiden sich diese Unterwasserfahrzeuge enorm von U-Booten, vor allem aufgrund ihrer geringeren Größe. Außerdem ist ein U-Boot in der Lage, Energie und Luftversorgung zu erneuern, womit es unabhängig bleibt. Tauchboote hingegen sind oft auf Luft- und Energiezufuhr von oben angewiesen.

In den letzten zwanzig Jahren arbeiteten Forscher an der Entwicklung neuer Techniken, um den Zugang zu den tiefsten Orten der Erde zu erleichtern. Dank der neuen Technologie entdeckten wissenschaftliche Taucher völlig neue Welten des maritimen Lebens, das in der Lage ist, selbst unter härtesten Bedingungen zu überleben. Es gibt Organismen, die selbst in 11,2 Kilometern Tiefe für mehrere Jahrtausende unter extremen atmosphärischem Druck und ohne Licht überleben können. Ohne die Verwendung von speziellen Tauchbooten, wäre es unmöglich gewesen, diese bemerkenswerten Arten aufzuspüren. Mit anderen Worten: Mit Hilfe von Unterwasserfahrzeugen sind wir in der Lage, Orte zu erreichen, die als unerreichbar galten, und so mehr über unseren Planeten und seine Meereswelt zu erfahren. Diese Tiefen zu erkunden, könnte uns dabei helfen, die Geschichte der Erde und ihrer Arten besser zu verstehen.

Heutzutage werden die Unterwasserfahrzeuge vor allem in den Bereichen Meereswissenschaften, Erforschung der Meeresflächen, Unterwasserarchäologie, gewerbliche Nutzung (Abenteuer und Ausflüge) sowie Unterwasserfotografie eingesetzt. Einige dieser Tauchboote werden auch verwendet, um Unterwasserobjekte -bzw. anlagen zu erhalten und zu reparieren. Leider werden diese Fahrzeuge auch von Drogenhändlern genutzt. „Narco-Subs“ (oder „Drogen-Subs“) werden vor allem verwendet, um Drogen aus Südamerika nach Mexiko zu transportieren. Über die Grenzen gelangen die Drogen auf den US-Markt. Zum Glück gelingt es Behörden immer wieder, einige dieser Tauchboote aufzuspüren.

Tauchen mit einem Scooter

Manche nennen es ein DPV (Diver Propulsion Vehicle); andere nennen es einen Unterwasser-Scooter. Wie auch immer Sie das Gerät bezeichnen, der Zweck bleibt derselbe. Die Hauptaufgabe besteht darin, die „Bewegungsgeschwindigkeit“ der Sporttaucher unter Wasser zu erleichtern bzw. zu erhöhen. Es wird aber auch als zusätzlicher Tank (Sauerstoffspeicherung) verwendet. Allerdings besitzt der Scooter auch einige Schwächen wie zum Beispiel die sehr begrenzte Menge Atemgas. Er sollte auch nur bedacht eingesetzt werden, da die Gefahr der Dekompressionskrankheit besteht, die durch zu schnelles Auf- und Absteigen verursacht werden kann. Diese Fahrzeuge werden meistens durch einen Elektromotor mit Propeller angetrieben. Unternehmen, die diese Tauchfahrzeuge produzieren, müssen daher ein besonderes Augenmerk auf Sicherheit legen. Der Propeller darf in keiner Weise zu einer Bedrohung für Taucher (oder Unterwasserwelt) werden. Darüber hinaus muss er sich jederzeit kontrollieren lassen und darf sich nicht von allein bewegen.

DPVs werden vor allem von Berufs- und Höhlentauchern verwendet. Allerdings sind einige DPVs auch dafür ausgelegt, Geräte und Fracht zu transportieren, während der Taucher das Tieftauchen praktiziert. Mehrere Länder weltweit haben in die Forschung im Bereich DPVs investiert. Dabei geht es häufig um den späteren militärischen Einsatz dieser Geräte. Besonders die Navy Seals der US-Armee beschäftigen sich mit dem Thema. Sporttaucher hingegen sehen sich einigen Schwierigkeiten gegenüber, wenn sie in der Nähe von bestimmten Unterwasserarten mit einem DPV tauchen, da diese die Tiere alarmieren und aufschrecken.

ROV

Neben den DPVs können auch andere Unterwasserfahrzeuge aus der Entfernung gesteuert werden. Diese ferngesteuerten Fahrzeuge, die auch als ROVs bekannt sind, werden per Funk oder über Kabelleitungen gesteuert und sind daher für die Erkundung unter Wasser sicherer. Sie werden vor allem für die wissenschaftliche Forschung in den Bereichen Biologie und Archäologie verwendet, erfüllen aber noch weitere wichtige Zwecke. Zum Beispiel das Vermessen der Meeresböden, der Einsatz bei Offshore-Ölplattformen, in Tunneln und Abwasserleitungen und beim Aufbau von Unterwasserrohrsystemen. Allerdings werden sie am häufigsten für die Erkundung der Unterwasserwelt und unseres Planeten an seinen dunkelsten und tiefsten Stellen verwendet.

Ein solcher Ort ist auch der Marianen-Graben im westlichen Pazifik. Er gilt im Moment noch als tiefster Punkt der Erde. Es wird behauptet, dass er mehr als 11,3 Kilometer tief ist, die offizielle Zahl lautet aber 11.000 Meter. Die Temperatur schwankt zwischen 1-4°C. Das ist angesichts der Tatsache, dass diesen Ort fast kein Licht erreicht und der Wasserdruck extrem hoch ist, sogar recht bizarr. Im Jahr 1960 tauchten die ersten beiden Menschen mit einem US-Navy-Tiefseetauchboot namens „Trieste“ dort hinab. Ihre Systeme zeigten eine Tiefe von 11,5 Kilometern, aber es stellte sich später heraus, dass sie lediglich eine maximale Tiefe von 10,9 Kilometern erreicht hatten. Der letzte Abstieg wurde im März 2012 vorgenommen. James Cameron, der berühmte Regisseur, war der erste Solo-Taucher, der mit seinem Tauchfahrzeug „Deepsea Challenger“ diese Tiefe erreichte. Es dauerte nur etwa zwei Stunden, um diese Leistung zu vollbringen, und Cameron schaffte es, den Boden mit HD-3D-Kameras aufzuzeichnen, so dass der Rest der Welt ebenfalls sehen konnte, wie es dort unten aussieht.

Kommerzielle Nutzung

Unternehmen wie U-Boat Worx und Sub Aviator Systems entwickeln kommerzielle Unterwasserfahrzeuge und sind darum bemüht, diese besondere Form der Unterwassererkundung bekannter zu machen. Sportsub ist ein Unternehmen mit Sitz in Kanada, das sich der Produktion dieser Tauchboote seit mehr als 29 Jahren verschrieben hat. Viele Menschen betrachten es als eine Art von Abenteuer, die Tiefen mit einem High-Tech-Unterwasser-U-Boot zu erkunden, während sie von unentdeckten Organismen und maritimen Arten umgeben sind. Dies wird oft mit kommerziellen Raumflüge verglichen. Es ist auch ebenso gefährlich.

Unsere Ozeane verbergen viele Arten, die noch auf ihre offizielle Entdeckung durch den Menschen warten. Im Jahr 2014 wurden im Marianen-Graben bereits 18 neue Fischarten entdeckt. Jedes Jahr kommen mehr als 250 neue Arten hinzu, von denen einige einzigartige Fähigkeiten besitzen, die auf dem Gebiet der Humangenetik in der Zukunft von Nutzen sein könnten.

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