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Tieftauchen

Während den meisten Sporttauchern empfohlen wird, große Tiefen wegen möglicher Gesundheitsrisiken zu meiden, gibt es eine kleine Gruppe von Tauchern, die besonders an dieser Art des Tauchens interessiert ist oder auch daran, die tiefsten Orte auf dem Planeten zu erreichen. Normalerweise werden Sporttaucher nicht unter 40 Meter gehen, aber wie heißt es so schön: „Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden.“ Tieftaucher gehen über diese Grenze hinaus. Viele von ihnen sind der Ansicht, dass die oben genannte Beschränkung erstellt wurde, als die Tauchausrüstung weit weniger anspruchsvoll war als heute. Das bedeutet, dass sich Taucher nicht nur auf ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten verlassen, sondern auch auf ihre Ausrüstung angewiesen sind. Allerdings besitzt auch nicht jeder Taucher diese Fähigkeiten und die Ausbildung, daher sollten Taucher generell bei dem bleiben, was sie am besten können – und das Tieftauchen ist nicht für jeden geeignet.

Neben dem Bestreben, die größte Tiefe und damit sogar einen Weltrekord zu erreichen, werden manche Taucher auch aus beruflichen Gründen dazu gezwungen, in extreme Tiefen vorzudringen. Die meisten Wissenschaftler, die die Unterwasserwelt und das Leben darin erforschen (wie Biologen, Archäologen, Ökologen etc.), müssen unter die empfohlene Tiefengrenze. Militärtaucher ebenso, vor allem um andere Taucher zu retten. Daher gibt es keine feste Tiefengrenze für alle Taucher.

Für einen erfolgreichen Tauchgang ist die richtige Ausrüstung jedoch stets von großer Bedeutung. Eine der ersten Bedrohungen des Tauchens in extremen Tiefen ist die Kälte. Daher verwenden alle Tieftaucher in der Regel irgendeine Art von Heizung. Diese kann von Körperheizungen bis zu Atemgasheizungen variieren. Außerdem tragen die Taucher Trockentauchanzüge, in denen sich eine Schicht Unterwäsche auf der Innenseite befindet. Da sie der Kälte für die gesamte Tauchzeit ausgesetzt sind, ist es sehr wichtig, dass sie alles tun, um sie zu mindern.

Tieftaucher benutzen eine spezielle Gasmischung, da der Druck im Wasser proportional zur Tiefe zunimmt. Der Druck bei solch großen Tiefen ist manchmal sogar 50-mal höher als der an Land. Reguläre Druckluft wird dichter in dieser Tiefe, und damit steigt die Gefahr einer Stickstoffnarkose oder der Sauerstofftoxizität. Um solche Gefahren zu meiden, wird diese besondere Gasmischung verwendet, die häufigste ist das sogenannte „Trimix“. Trimix enthält drei Gase: Sauerstoff, Stickstoff und Helium (oder Neon). Dieses Gasgemisch wird nur von Tieftauchern verwendet. Sein Hauptzweck besteht darin, größere Tiefen zu erreichen, ohne eine toxische Wirkung auszulösen. Heliumabsorption im Gewebe ist nicht so giftig oder gefährlich wie die von Stickstoff und Sauerstoff. Es ist jedoch interessant zu wissen, dass es sich bei Trimix nicht um eine festgelegte Gasmischung handelt. Jeder Tauchgang erfordert unterschiedliche Mengen der drei Gase.

Eines der wichtigsten Verfahren, das Tieftaucher anwenden, ist die Dekompression. Dieses Verfahren beinhaltet die Gaseliminierung aus dem Körper sowie die langsame Verringerung des Drucks. Das bedeutet, dass Taucher auf dem Weg zurück nach oben Pausen einlegen, um solche gelösten Gase zu vermeiden, während der Druck durch langsames Aufsteigen zur Wasseroberfläche reduziert wird.

Ein anderes Verfahren, das vor allem von Tauchern verwendet wird, die über einen längeren Zeitraum hohem Druck ausgesetzt worden sind (z. B. ein paar Tage oder sogar Wochen), heißt Sättigungstauchen. Es beinhaltet das Dekomprimieren der Taucher, wenn sie das Wasser am Ende ihrer Mission verlassen. Es besteht allerdings keine Notwendigkeit dafür, die Dekomprimierung täglich anzuwenden.

Der Panzertaucheranzug ist ein nützliches Gerät für Tiefseetaucher. Das Design kann ein bisschen futuristisch oder sogar albern wirken, hilft jedoch dabei, Tiefen größer als 700 Meter zu erreichen. Taucher, die diesen Anzug während ihrer Tauchgänge nutzen, benötigen nur durchschnittliche Fertigkeiten, da sich der Trockenanzug um vieles kümmert. Die Taucher benötigen auch keine spezielle Gasmischung, da die Gefahr einer Narkose nicht besteht, und sie müssen nicht einmal dekomprimieren. Der Panzertauchanzug spielt eine wichtige Rolle in vielen Forschungsprogrammen, die in extremen Tiefen durchgeführt werden.

Der tiefste Punkt der Erde ist der Marianen-Graben im westlichen Pazifischen Ozean, in der Nähe der Marianen. Die Tiefe an diesem Ort beträgt genau 10,99 Kilometer. Die ersten Menschen, die diese Tiefe erreichten, waren zwei Forscher vor mehr als 50 Jahren. Bis zum Jahr 2012 hat niemand etwas Ähnliches versucht. Erst National-Geographic-Entdecker James Cameron besuchte erneut den tiefsten Punkt der Erde – im sogenannten „submersible“, einer Art Mini-U-Boot, das genau für diesen Zweck gebaut wurde. Bei diesem Tauchgang wurde Cameron von einem Team aus anderen Wissenschaftlern begleitet. Dieser Tauchgang wurde Jahre im Voraus geplant und vorbereitet, bevor das Team endlich ausführen konnte, was es beabsichtigt hatte.

Tiefseetaucher können in der Regel in zwei Kategorien eingeteilt werden. Diejenigen, die das Tieftauchen regelmäßig betreiben, und diejenigen, die sich spontan dazu entscheiden. Während die erste Gruppe die erfahrene Taucher umfasst, finden sich in der zweiten hauptsächlich Taucher, die unzureichend vorbereitet sind. Da sie mit den Verfahren, Techniken und sogar Gesundheitsrisiken während des Tieftauchens nicht vertraut sind, sind sie gefährdeter, und viele Unfälle passieren Tauchern aus dieser Gruppe. Taucher sollten daher stets daran denken, dass das Tieftauchen eine äußerst ernsthafte Angelegenheit ist und nicht um jeden Preis betrieben werden sollte. So tief wie möglich zu tauchen, mag zunächst spannend klingen, aber die Freude daran kann von möglichen gesundheitlichen Gefahren überschattet werden. Es ist für Taucher extrem wichtig, ihre eigenen Grenzen zu kennen und nicht darüber hinauszugehen. Wenn sie nicht ausreichend geschult sind, sollten sie es nicht versuchen. Das Wasser lässt sich nicht überlisten, und die Taucher setzen leichtfertig ihr Leben aufs Spiel.

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