Tauchorganisationen

Jeder Taucher, jeder Tauchlehrer und jede Person, die irgendwie am Sporttauchen beteiligt ist, muss von einer offiziellen Zertifizierungsstelle in seinem Fachgebiet anerkannt werden. Sie alle müssen einen bestimmten Zertifizierungsprozess durchlaufen. Es gibt verschiedene Organisationen, die für verschiedene Freizeitaktivitäten im Wasser zuständig sind. Die Taucher können aus verschiedenen Agenturen wählen, wenn sie ein Feld für sich gewählt haben.

Zertifizierungsorganisationen für Technisches Tauchen

Es gibt nicht viele Organisationen für Technisches Tauchen, die Zertifikate an Taucher und Ausbilder herausgeben. Das liegt vor allem daran, dass Technisches Tauchen eine Art des Tauchens ist, bei der Menschen an ihre Grenzen stoßen. Taucher werden dabei ständig extremen Risiken ausgesetzt, die oft genug mit dem Tod enden. Es gibt nur 12 Organisationen für Technisches Tauchen, da diese Disziplin viel Wissen, Ausbildung, Erfahrung und Ausrüstung erfordert, um sie zu praktizieren. Global Underwater Explorers (GUE), American Nitrox Divers International (ANDI) und Technical Diving International (TDI) sind einige der Agenturen, die darauf spezialisiert sind. Weitere sind Unified Team Diving (UTD) und International Association of Nitrox.

Zertifizierungsorganisationen für Höhlentauchen

Für Höhlentauchen gibt es ganz andere Organisationen, zum Beispiel die Cave Diving Group (CDG), Global Underwater Explorers (GUE) und die Trimix Scuba Association (TSA). Andere sind auch die National Academy of Scuba Educators (NASE) und die Nationale Vereinigung für Höhlentauchen (NACD). Diese berühmten Organisationen setzen neue Regeln und sind ständig bemüht, die Welt des Höhlentauchens zu verbessern. Ihr Hauptaugenmerk liegt vor allem auf der Risikoreduzierung, der Verbesserung von Fähigkeiten und Erfahrungen und der Erteilung von Bescheinigungen auf der Grundlage eines richtigen Notensystems. All dies sind Prioritäten der Höhlentauchverbände ähnlich der oben genannten.

Zertifizierungsorganisationen für Kommerzielles Tauchen

Diese Art des Tauchens ist das Gegenteil von allen anderen Taucharten. Der Unterschied liegt darin, dass die Taucher fürs Tauchen (und Arbeiten) bezahlt werden. Die Risiken verschiedener Krankheiten, einer gefährlichen Umgebung und anderer lebensbedrohender Faktoren sind sehr gut unter den professionellen Tauchern bekannt. Deshalb sind diese Stellen gut bezahlt, weil sie eben auch extrem gefährlich sind. Nuklear-, HAZMAT- und Offshore-Tauchen sind nur ein Teil der gefährlichsten Arten kommerziellen Tauchens.

Stellen Sie sich das Tauchen in kontaminiertem, radioaktivem Wasser, flüssigem Zement, Gefahrstoffen oder Ölteppichen vor. Nichts davon klingt nach Freizeit oder Spaß, es ist ein Job, und jemand muss ihn tun. Um diese Stellen zu erhalten, muss der Taucher zuvor alle Lektionen erlernen und zertifiziert werden. Außerdem müssen Aufsichtsbehörden wie die Occupational Safety & Health Administration (USA) oder die Health & Safety Executive (UK) ihre Zustimmung geben. Es gibt wenige zuständige Verbände, aber sie sind sehr bemüht, den Tauchern in jeder möglichen Weise zu helfen. Die Association of Diving Contractors International (ADCI), Association of Commercial Diving Educators (ACDE) und die the Multinational Diving Educators Association (MDEA) sind am stärksten mit Aktivitäten im Bereich Unterwasserarbeiten beschäftigt.

Zertifizierungsorganisationen für Freitauchen/Apnoetauchen

Es gibt nur eine Organisation, die sich mit allen Angelegenheiten in Bezug auf das Freitauchen als Disziplin befasst. Die International Association for Development of Apnea (AIDA) ist ein weltweit anerkanntes Organ, das voll und ganz auf das Freitauchen konzentriert ist. Seine Hauptziele liegen darin, die Standards und die Popularisierung des Freitauchens als Sport zu verbessern. Weitere Schwerpunkte sind die Verbesserung der Sicherheit, die Ausstellung der Bescheinigungen und eine bessere Aufklärung zum Thema Freitauchen als Freizeitgestaltung. Dieser Verein ist auch der offizielle Hüter der Weltrekorde im Freitauchen, wie zum Beispiel die längste Zeit unter Wasser mit einem Atemzug. Beim Freitauchen benötigt man keine Tauchausrüstung. Die Taucher vertrauen ganz auf ihre Lungenkapazität und Schwimmkenntnisse. Es ist eine der schwierigsten Tauchaktivitäten.

Zertifizierungsorganisationen für Wissenschaftliches Tauchen

Es wird oft als notwendig erachtet, um Lebewesen und ihre Lebensräume zu studieren, und zu rein wissenschaftlichen Zwecken praktiziert. Diese Art des Tauchens wird durch die AAUS (American Academy of Underwater Sciences) geregelt und unterliegt vielen Einschränkungen, da es das Gleichgewicht der Natur beeinflussen kann. Es ist schwierig, in diesem Bereich eine Zertifizierung zu erhalten. Die Taucher müssen Meeresbiologe sein und mehrere Tests und Qualifizierungsprozesse durchlaufen. Die Tauchkandidaten müssen außerdem in ausgezeichneter Kondition sein, da dieser Job viel Geduld und Ausdauer erfordert. Die DIA (Diving International Agency) und vor allem der General Assembly of CMAS sind meist für das, was in der Welt der Meeresforschung passiert, verantwortlich. Letzterer entwickelte für die UNESCO den berühmten „Code of Practice for Scientific Diving“, eine Arbeit, die seit fast einem Jahrzehnt erstellt wird. Maritime Archäologie ist eng mit dem wissenschaftlichen Tauchen verbunden. Derzeit gibt es lediglich eine die Unterwasserarchäologie betreffende Amtsstelle, die Nautical Archaeology Society (NAS).

Zertifizierungsorganisationen für Sporttauchen

Im Vergleich mit anderen Tauchdisziplinen gibt es für diesen Bereich die meisten Organisationen. Das liegt daran, dass Sporttauchen die beliebteste und weitverbreiteste Art ist. Diese Organisationen erteilen ihre Zertifikate nach Ergebnissen. Außerdem bemühen sie sich, auch für den Sporttauchbereich eine ganz neue Ebene der Popularität zu erreichen. Die Bildung und Qualifizierung der Taucher zu verbessern, gehört ebenfalls zu den Prioritäten, weil dadurch die Sicherheit erhöht wird. Derzeit gibt es mehr als 100 nationale und internationalen Organisationen in der Welt, die alle entsprechend zusammenarbeiten.

Agenturen für Erste-Hilfe- und Rettungs-Zertifizierung

Jemand muss sich um die Taucher kümmern. Diese Menschen (Teams) müssen entsprechend geschult sein und in einer bestimmten lebensbedrohliche Situation schnell reagieren. Das Divers Alert Network (DAN) und die International Life Saving Federation (ILS) sind offizielle Erste-Hilfe- und Rettungsbehörden, die Zertifikate für Taucher ausstellen.