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Scuba und Gesundheit

Seit das Tauchen zu einer der beliebtesten Sportarten geworden ist, wagen sich immer mehr Menschen an diese Art der Freizeitgestaltung. Kein Wunder, verbindet man doch außergewöhnliche Erlebnisse mit körperlich Aktivität. Allerdings ist Tauchen keine einfache Sportart, die Menschen von heute auf morgen ausüben können. Trotz der vielen Vorteile gibt es auch einige Gesundheitsrisiken, die nur ausgebildete Taucher vermeiden können.

Eine solche Gefahr besteht zum Beispiel in der Dekompressionskrankheit oder auch in einer Haltung, die als „bends“ bekannt ist, was sich auf die gebeugte Haltung vieler Berufstaucher bezieht, da Gelenke und Bänder zu sehr belastet werden. Wenn der Wasserdruck steigt, erhöht sich die Stickstoffabsorption im Gewebe. Doch die Verringerung des Drucks auf schnelle Weise kann sehr gefährlich sein. Das ist einer der Gründe, warum Taucher (insbesondere Tieftaucher) nur sehr langsam und in vorgegebenen Stufen an die Oberfläche steigen. Fällt der Druck plötzlich, bildet der absorbierte Stickstoff gefährliche Blasen. Das Ergebnis kann von weniger schweren Symptomen wie Hautausschlag bis zu schwerwiegenden Fälle wie Lähmungen oder sogar zum Tod reichen.

Das Barotrauma ist eine Schädigung der Lufttasche im Mittelohr, die durch den Druck in tiefen Gewässern verursacht wird. Um dies zu verhindern, gleichen Taucher sehr oft ihre „Ohren aus“, während sie tauchen. Diese Technik umfasst einfache Tätigkeiten wie Kauen und Schlucken oder sogar das durch die Nase Ausatmen, während man sie zuhält. Die Idee dahinter ist, dem Mittelohr ordentlich Luft zuzuführen. Ein Taucher sollte sich jedoch nicht darauf verlassen, dass diese Tricks verhindern, dass er verletzt wird. Er muss sicherstellen, dass er nicht zu schnell ein- und auftaucht und sich die Zeit gibt, diese Anpassungen vorzunehmen. Andernfalls besteht ein hohes Risiko der Verletzung des Mittelohrs.

Ein weiteres Gesundheitsrisiko liegt in der Stickstoffnarkose. Diese wirkt sich nicht im eigentlichen Sinne auf den Körper aus, führt aber zu schlechtem Urteilsvermögen und verschobener Sinneswahrnehmung. Das Risiko einer Stickstoffnarkose steigt proportional zur Tiefe, bis zu welcher der Taucher geht. Je größer die Tiefe, desto höher das Risiko für die Gesundheit. Die Auswirkungen werden sichtbar, wenn Taucher eine Tiefe von 30 Metern erreichen. Dort geschieht etwas mit ihnen, das sie in der Regel als einen Zustand der Trunkenheit bezeichnen. In einer Tiefe von 40 Metern sind die Auswirkungen noch stärker. Da die Stickstoffnarkose die geistigen Fähigkeiten und Wahrnehmungen der Taucher beeinträchtigt, ist es für diese oft schwierig zu erkennen, was mit ihnen passiert und in welcher Gefahr sie sich befinden.

Viele Menschen wissen inzwischen, dass das zu schnelle Aufsteigen an die Wasseroberfläche keine gute Idee ist. Eine weitere Gefahr, die Taucher treffen kann, die nicht vorsichtig genug sind, ist die Lungenembolie. Das Gas, das Taucher einatmen, besitzt eine größere Dichte als das an Land, da im Wasser ein höherer Druck herrscht. Das bedeutet, es befindet sich mehr Luft in der Lunge, die sich dadurch ausdehnen kann, wenn der Taucher zu schnell aufsteigt. Auf diese Weise können Schwellungen der Lunge oder sogar deren Platzen verursacht werden. Das ist auch der Hauptgrund dafür, warum Taucher langsam an die Wasseroberfläche steigen und nie den Atem anhalten, während sie es tun. Ein typisches Problem für Taucher, die tiefer als 40 Meter gehen, ist die Sauerstofftoxizität. Ähnlich wie Stickstoff wird auch der Sauerstoff vom Körper aufgenommen, wenn der Druck zu hoch wird. Das kann in großen Tiefen sehr gefährlich werden, denn die hohe Sauerstoffaufnahme wirkt giftig.

Allerdings können alle genannten Gefahren mit genug Wissen und einer angemessenen Ausbildung vermieden werden. Schließlich wäre es eine Schande, die Vorteile des Tauchens zu verpassen, nur weil zukünftige Taucher zu schlecht informiert sind. Immerhin hält das Tauchen nicht nur geistig fit, sondern auch körperlich, da es ja Schwimmen voraussetzt und so auch zum Reduzieren des Körpergewichts genutzt werden kann. Wer also mit einigen Gewichtsprobleme zu kämpfen hat und ein paar Kilo verlieren möchte, ohne sich elend zu fühlen, sollte unbedingt mit dem Tauchen beginnen. Im Gegensatz zum Training in einem Fitnessstudio, bei dem man sich auf das Verlieren der Kalorien konzentriert, kommt beim Tauchen gar nicht erst das Gefühl des Abrackerns auf, weil die Erkundung der Unterwasserwelt viel zu spannend ist. Diese längere körperliche Anstrengung bedeutet auch, dass Taucher ihre Stärke und Flexibilität erhöhen. Jeder Muskel arbeitet beim Tauchen, aber nicht in einer aggressiven Art und Weise. Im Gegenteil, es hilft, Muskeln zu stärken und Flexibilität und Ausdauer des Tauchers zu erhöhen. Außerdem wirkt es Wunder für die richtige Körperhaltung. Wie es der Fall mit jeder körperlichen Aktivität ist, verbessert das Tauchen auch die Durchblutung. Es ist ein hervorragendes Cardio-Training. Nach einer Weile reduziert es den Bluthochdruck, und Studien haben gezeigt, dass das Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden, ebenfalls sinkt. Tauchen wird in manchen Kreisen eine besondere heilende Wirkung nachgesagt, aber dafür fehlen im Moment noch die Studien. Der Gedanke dahinter ist folgender: Unsere Körper benötigen mehr Sauerstoff, um Verletzungen zu heilen. Wenn das Gas im tiefen Wasser dichter wird, atmen Taucher also einen konzentrierteren Sauerstoffgehalt ein, sodass ihre Körper in der Lage sind, Verletzungen schneller zu heilen.

Tauchen gilt des Weiteren als hervorragende Entspannungsaktivität. Das Betrachten der Unterwasserwelt ist nicht nur gut für die Nervenberuhigung, sondern hilft auch der Atmung. Da Taucher langsam und tief durchatmen, werden sie ruhiger und reduzieren ihren Stresspegel. Das ähnelt der Atmung während einer Meditation und hat die gleichen Vorteile. Alle Taucher sollten jedoch daran denken, dass die erstaunlichen gesundheitlichen Vorteile des Tauchsports nur dann zu genießen sind, wenn sie sich zuerst mit den möglichen Gefahren vertraut machen. Nur ein kenntnisreicher und gut ausgebildeter Taucher kann die vielen Vorteile auch nutzen.

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