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Freitauchen

Allein die Möglichkeit, die unglaubliche Unterwasserwelt zu erkunden, ist erstaunlich genug, trotzdem haben Taucher manchmal das Gefühl, dass ihre Ausrüstung sie einschränkt oder dass sie in den Lebensraum der Meeresbewohner eindringen. Um sich eins mit dem Ozean und seinen Bewohnern zu fühlen, entscheiden sich viele Taucher daher für das Freitauchen (Apnoetauchen). Freitauchen bedeutet, dass der Taucher ohne Atemschutzgeräte oder andere komplexe Ausrüstung unter Wasser geht und sich ausschließlich auf seine Fähigkeit verlässt, den Atem anzuhalten.

Diese Art des Tauchens ist nicht so verbreitet, wird aber schon seit ewigen Zeiten ausgeübt. Früher übten die Menschen es allerdings aus anderen Gründen aus und nutzten das Freitauchen hauptsächlich, um Nahrung und Perlen zu sammeln oder sogar in der Kriegsführung. Heute gilt es auch als eine Form der meditativen Freizeitgestaltung. Viele Menschen nutzen es, um sich vom Stress zu befreien, und versuchen, sich unter Wasser zu entspannen. Eine Reihe von Ärzten bestätigen die wohltuenden Eigenschaften.

Zu Beginn kann es allerdings erst einmal einschüchternd klingen, den Atem für einen längeren Zeitraum anzuhalten. In der Praxis passt sich der menschliche Körper jedoch ähnlich wie der von Meeressäugetiere an und durchläuft einen Prozess der Veränderungen. Am bemerkenswertesten ist es, wenn Taucher im kalten Wasser tauchen, denn fast sofort verlangsamt sich ihre Herzfrequenz, wodurch sie weniger Sauerstoff verbrauchen und länger tauchen können. Das bedeutet, dass unsere Körper den größten Teil der Arbeit für einen erfolgreichen Freitauchgang allein leisten. Jedoch muss auch hier eine angemessene Ausbildung am Anfang stehen.

Das Training zum Freitauchen unterscheidet sich geringfügig von dem für andere Arten des Tauchens, da viele Übungen nicht im Wasser durchgeführt werden müssen. Freitaucher müssen vor allem ihre Lungenkapazität erhöhen. Alle Atemtechniken und Lektionen, wie man den Atem so lange wie möglich anhalten kann, werden in der Regel an Land erlernt. Während andere Arten des Tauchens bestimmte physische Voraussetzungen erfordern, ist der wichtigste Aspekt des Freitauchens der mentale. Da das Ziel beim Freitauchen Einfügen statt Auffallen lautet, zielen diese Taucher nicht darauf ab, sich dem Wasser zu widersetzen. Sie schwimmen mit dem Strom und werden eins mit der Umgebung.

Alle Freitaucher entwickeln irgendwann eine Lieblingstechnik für einen erfolgreichen Tauchgang. Den Atem anzuhalten, ist die einfachste von allen, aber sehr effektiv, um die Lungenkapazität zu erhöhen. Es gibt aber auch noch eine weitere, nicht ganz so offensichtliche. Dabei geht der Taucher mit „leeren Lungen“ unter Wasser, das heißt, er taucht nach dem Ausatmen. Diese Technik ist der von Meeressäugern ähnlich. Sie erlaubt den Tauchern, den Zeitraum, in dem ihren Körpern Sauerstoff entzogen wird, zu verlängern. Letztlich erhöht diese Technik wesentlich die Lungenkapazität.

Freitauchen wird meist aus zwei Gründen durchgeführt. In der Freizeit zur Entspannung oder im sportlichen Wettbewerb. Taucher, die ohne Atemgerät schwimmen, um sich zu entspannen, sammeln einzigartige Erfahrungen im Vergleich zu anderen. Da sie ohne den größten Teil einer Tauchausrüstung unterwegs sind und lediglich eine Maske, Schnorchel und Flossen brauchen, sind ihre Bewegungen weniger eingeschränkt. Außerdem sind sie schneller. Es besteht keine Notwendigkeit, Luft aufzufüllen, sodass sie mehr freie Zeit mit dem Erkunden verbringen können. Jedes künstliche Geräusch (wie das des Atemreglers) wird unter Wasser vermieden, sodass man die Natur allein genießen kann. Freitauchgänge dauern allerdings nicht so lange wie normale Tauchgänge, lediglich ein paar Minuten, aber die Taucherfahrung ist intensiver.

Wettbewerbsfreitauchen ist ein Sport, der hauptsächlich allein betrieben wird und in dessen Mittelpunkt das beste Ergebnis des Tauchers steht. Die Freitaucher zeigen ihr Können in 9 Disziplinen. Diese werden danach unterschieden, ob sie im Pool oder im offenen Wasser stattfinden. In Disziplinen, die in Tiefen stattfinden, wird den Tauchern in der Regel vorher gesagt, welche Tiefen sie zu meistern haben.

Ob sie das Freitauchen nun aus Erholungszwecken oder im Wettbewerb ausüben, alle Freitaucher beherrschen drei Arten von Flossenschlägen. Das „Flattern“, den „Frosch“ und den „Delfin“, und alle sollten mit kurzen Tritten durchgeführt werden. Auf diese Weise sparen die Taucher Energie und verschwenden weniger Sauerstoff.

Eine der grundlegenden Techniken, die ebenfalls alle Freitaucher beherrschen müssen, ist das Tauchen an die Oberfläche. Es ist nicht schwierig, sie zu erlernen, obwohl es sich um eine komplexe Technik mit mehreren Elementen handelt. Sobald diese Technik beherrscht wird, folgt auch alles andere. Es besteht jedoch immer die Gefahr von Blackouts unter Wasser, wenn der Atem angehalten wird, selbst bei erfahrenen Freitauchern mit hoher Lungenkapazität. Dies geschieht häufig dann, wenn Taucher über ihre Grenzen hinausgehen. Wenn der Taucher das Bewusstsein verliert, versucht sein Körper reflexartig zu atmen, und das ist äußerst gefährlich, während man unter Wasser ist. Um mögliche Unfälle oder Todesfälle zu verhindern, wird Freitauchern empfohlen, immer mit einem zweiten Taucher zu schwimmen. Das verleiht nicht nur ein höheres Sicherheitsgefühl, die Taucher sind auch nicht allein, sollten sie tatsächlich das Bewusstsein verlieren. Allerdings nützt der zweite Mann nicht viel, wenn er ebenfalls unerfahren ist. Deshalb sollten diese Partner immer zertifizierte Taucher sein, die auch Rettungstechniken beherrschen. Außerdem muss zwischen den Partnern eine gute Kommunikation bestehen, um einen erfolgreichen Tauchgang zu garantieren. Der Partner sollte mit allen Teilen des freien Tauchgangs vertraut sein, die im Voraus geplant wurden. Auch das Festlegen eines Notfallsignals ist eine gute Idee. Wenn all diese Voraussetzungen erfüllt sind, wird das Freitauchen zum Vergnügen. Da es für zertifizierte Taucher sehr einfach ist, die erforderlichen Qualifikationen zu erwerben, und die meisten Techniken sich ähneln, sollte jeder diese völlig andere und befreiende Taucherfahrung wenigstens einmal probieren.

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